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Alles über Kontaktlinsen

Hinweis zu umgedrehten Kontaktlinsen

Eine Gravur in der Kontaktlinse zeigt an, ob sich die Linse richtig herum im Auge befindet. Die Gravur kann in Form von Zahlen oder Buchstaben erfolgen. Sie erleichtert die Handhabung und verhindert die falsche Anwendung einer Kontaktlinse. Wenn Sie die Kontaktlinse auf den Finger legen und von der Seite darauf schauen, sollten Sie die Zahlen „1–2–3“ richtig sehen. Wenn die Linse verkehrt herum ist, sehen Sie die Zahlen „1–2–3“ falsch herum.

Kontaktlinsen­material

Heutzutage werden die meisten Kontaktlinsen aus den folgenden Materialien hergestellt:
  • Hydrogel
  • Moderneres Silikon-Hydrogel, das eine höhere Sauerstoffdur­chlässigkeit aufweist und eine Kombination von Silikon-Hydrogelen ist, die die Eigenschaften von weichen und harten Linsen verbinden. Das Ergebnis sind formstabile Linsen.
Die Entwicklung bestehender Materialien für Kontaktlinsen ist ein kontinuierlicher Prozess. Neben der praktischen Anwendbarkeit in der Produktion ist es notwendig, die Qualität der mechanischen und chemischen Eigenschaften der Linse, die biologische Inaktivität, die Toleranz, die Beständigkeit gegen Sedimentspeiche­rung, die einfache Wartung und die Transparenz zu erhalten (das Material sollte nicht durch den pH-Wert von Tränen, Licht, Hydratation oder Dehydratation zwischen dem Blinzeln beeinflusst werden).

Weiche Kontaktlinsen

Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von weichen Kontaktlinsen ist HEMA. Dieses Methacrylat ermöglicht eine Erhöhung des Wassergehalts und damit Sauerstoffdur­chlässigkeit von seinem ursprünglichen Wert von 40% auf etwa 80%. Derzeit gibt es eine neue Generation von weichen Kontaktlinsen, die Silikon-Hydrogel verwendet. Dieses Material wird verwendet, um Kontaktlinsen herzustellen, die ein dauerhaftes Tragen durch eine hohe Sauerstoffdur­chlässigkeit ermöglichen. Der Nachteil von weichen Kontaktlinsen ist die Prädisposition zur Herstellung von Kontaktlinsena­blagerungen. Die heutigen weichen Kontaktlinsen wurden von einer Gruppe tschechischer Chemiker unter der Leitung des Wissenschaftlers Otto Wichterle erfunden.

Silikon Hydrogel

Silikon-Hydrogel ist das neueste Material für die Herstellung von Kontaktlinsen, das im Vergleich zu herkömmlichem Hydrogel viel mehr Sauerstoffdur­chlässigkeit bietet. Es ist eine Kombination aus Hydrogel und Silikon, die es schafft, die Sauerstoffdur­chlässigkeit auch bei geringem Wasseraufkommen zu erhöhen. Diese Verbindung kombiniert die Eigenschaften von weichen und harten Kontaktlinsen. Der Nachteil dieser Linsen ist die geringere Benetzbarkeit und ihre Neigung zu Kontaktlinsena­blagerungen.
Benetzbarkeit ist die Tendenz eines Fluids, sich auf einer festen Oberfläche in Gegenwart anderer nicht mischbarer Fluide zu verteilen oder daran zu haften. Kontaktlinsen aus Silikonkautschuk (hydrophobes Material) erreichen selten eine ausreichende Benetzbarkeit des Materials, die notwendig ist, um die Kontaktlinse auf das Auge zu schieben.

Wassergehalt in Kontaktlinsen

Der Wassergehalt einer Linse wird durch den Prozentsatz des Wasservolumens in einem bestimmten Material ausgedrückt. Die optimale Menge liegt bei ca. 60%. Bei weichen Hydrogellinsen ist die Transparenz abhängig vom Wassergehalt. Die Materialalterung verringert den Wassergehalt und beeinflusst die Lichtdurchlässig­keit der Kontaktlinsen (in diesem Fall ist die Linse gelb oder grau gefärbt). Ein solches Objektiv ist unbrauchbar. Wenn eine weiche Kontaktlinse austrocknet, ist sie beschädigt und muss ersetzt werden. Chart of water content and oxygen transmissibility (Dk/t)

Sauerstoffdur­chlässigkeit

Die Durchlässigkeit von Sauerstoff durch die Linse zur Hornhaut wird durch die Verwendung von „Dk“ (Diffusionsko­effizient) verkürzt, wobei „D“ die Fähigkeit von Gasmolekülen ist, sich innerhalb des Materials zu bewegen und „k“ die Gasmenge ist, die in ein bestimmtes Volumen passt. Die Sauerstoffdur­chlässigkeit von Linsen ist wie folgt definiert:
  • Niedrig: weniger als 12 Barrer/cm (Einheit im Technischen Maßsystem für die Gasdurchlässigkeit von Stoffen.
  • Mäßig: 12 bis 34 Barrer/cm
  • Hoch: 35 bis 100 Barrer/cm
Niedrige Dk/t Werte betreffen hauptsächlich ältere Designs oder sehr leistungsstarke Linsen. Eine hohe Sauerstoffdur­chlässigkeit wird durch Silikon Hydrogel erreicht.
Der Dk-Wert bestimmt die Eigenschaften von Kontaktlinsen­materialien. Ein Kontaktologe muss die Dicke der Linse sowie die Durchlässigkeit berücksichtigen. Zusammen bilden sie den Dk/t Wert, die Transmissibilität, die die Linse charakterisiert.
Lesen Sie hier: Sind Kontaktlinsen mit einem höheren Wassergehalt besser?

UV Filter in Kontaktlinsen

Der UV-Filter in Kontaktlinsen schützt die Hornhaut vor schädlichen ultravioletten Strahlen. Ein Schutz wie beim Tragen einer Sonnenbrille ist jedoch nicht gewährleistet, da die Augenlider und die Bindehaut nicht geschützt sind. Daher sind Kontaktlinsen mit UV-Schutz NICHT als Ersatz für Schutzbrillen wie UV-absorbierende Sonnenbrillen zu behandeln, da sie das Auge und die Umgebung nicht vollständig abdecken. Lesen Sie hier: Alles, was Sie über UV-Schutz bei Sonnenbrillen (UV400 Filter) wissen müssen

Sichtbarkeits-Tönung

Viele Kontaktlinsen werden in der Regel mit einer hellblauen oder grünen Tönung versehen, um Ihnen zu helfen, sie besser zu sehen. Z.B., wenn sich die Linse in der Verpackung befindet, wenn Sie sie einsetzen oder entfernen wollen, oder auch wenn Sie die Linse aus Versehen fallen lassen (wenn Sie sie versehentlich auf den Boden fallen lassen, werfen Sie die Linse bitte weg). Sichtfarbtöne sind kaum wahrnehmbar und beeinflussen die Augenfarbe nicht.

Durchmesser

Der Durchmesser (DIA) ist einer der wichtigsten Parameter bei der Auswahl eines geeigneten Kontaktlinsentyps für einen bestimmten Benutzer. Lesen Sie hier: Wie lese ich meine Kontaktlinsen­verschreibung richtig.

Dicke

Bezogen auf den Begriff – Durchlässigkeit der Kontaktlinse (Dk/t) Die Einheit ist in Barrer/cm definiert. Dieser Wert wird von den Herstellern in der Regel nur für Kontaktlinsen mit –3,00 D angegeben und der „t“-Wert ist definiert als die mittlere Dicke, d.h. der dünnste Teil der Linse, der für Kontaktologen leicht irreführend sein kann.

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